Schularbeiten und Musik hören... und es geht doch!

 Schularbeiten erledigen und nebenbei noch Musik hören? Das geht doch nicht! ... das kennen und sagten die Eltern und Lehrer bisher, weil es einst ihre Eltern und Lehrer erzählten und den Kindern mit dieser Begründung den Ton gekappt haben.

Geht nicht? Gibs nicht, sagen jetzt Forscher der TU Dortmund. Sie haben bei einer Studie herausgefunden, dass es die Konzentration und Lernleistung von Kindern und Jugentlichen nicht stört, wenn sie beim Hausaufgabenmachen Musik hören. Jedenfalls wenn es ihre Lieblingsmusik ist. Die Wissenschaftler hatten 88 Zehnklässler über mehrere Wochen hinweg Konzentrationstests unterzogen - mit dem doch überraschenden Ergebnis. Denn in frühren Jahren hatten Studien eher nahegelegt, dass Eltern und Lehrer mit ihren Warnungen recht hätten. Warum also ist nun alles anders?

Darüber können die Forscher bislang nur mutmaßen. Ein Grund, so heißt es, könnte die Allgegenwärtigkeit von Musik sein. MP3- Spieler, Internet und musiktaugliche Handys sorgen dafür, dass praktisch Jugentliche immer und überall Musik hören können. Zudem ist Einkaufen kaum mehr ohne Beschallung möglich. Wenn`s aber überall und daernd dudelt, nimmt man die Berieselung oft gar nicht mehr wahr. Vielleicht liegt eine Erklärung aber auch im Wort: "Lieblingsmusik". Wir kennen das von früher: Um Musik zu hören, schaltete man das Radio ein, legte eine Platte auf oder eine CD ein. Doch irgend was störte da immer: Alben, auf denen einem nur drei oder vier Titel gefielen, Radiosendungen, bei denen das Geschwätz der Moderatoren oder dümmliche Spots nervten. Doch heute? Mit MP3- Spieler, PC oder Youtube baut man sich seinen eigenen Soundtrack zusammen, bei dem alles stimmt. Der Wohlfühlfaktor ist enorm. Also: Kopfhörer auf und Mathe machen!

(afp)

Veröffentlicht am: 04.08.2011

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